In dieser Wochenlesung gibt es ein reiche Fülle von Aspekten, die es lohnt zu betrachten. Auf das Gebot er Schabbat-Feier, 2. Mose 31,12 – 17, soll hier besonders hingewiesen werden. Auch diesmal möchte ich interessante Hinweise aus dem Schatzkästlein “Drei Minuten Ewigkeit” von Zwi Braun voransetzen. Zu diesem Tora-Abschnitt berichtet Zwi Brau von “Drei Bundeszeichen” und schreibt dazu: “In der kabbalistischen und chassidischen Literatur finden wir oft den Gedanken, dass der Mensch sich in drei Dimensonen bewegt, die durch drei Begriffe charakterisiert werden: “Nefesch”, die Seele, das Göttliche in jedem Menschen, seine geistige Dimension. “Schana”, das Jahr als die Dimension der Zeit und “Olam”, die Welt, der Raum, in dem wir uns bewegen.
“Und es sollen hüten die Bne Jisrael den Schabbat, den Schabbat für ihre Nachkommen als ewigen Bund zu verwirklichen. Zwischen mir und den Bne Jisrael ist er ewig ein Zeichet (“ot” – Zeichen), dass GOTT sechs Tage den Himmel und die ERde geschaffen und mit dem siebten Tage zu schaffen aufgehört hatte, da Er ruhte” 2. Mose 31, 16.17.
Die drei Anfangsbuchstaben der Wörter: “et haschabbatot ledorotam” - den Schabbat für ihre Nachkommen” – bestehen aus “alef”, “he” und “lamed”, welche das Wort für Zel - “Ohel” ergeben – das ist ein Verweis vom Baal Haturim. Diesen gedanken führt Rabbi Jizchak Me’ir von Ger weiter. Er verändert in “ledorotam” (für ihre Nachkommen) einen Vokal: “ledirotam” wird nun zu “für ihre Wohnungen”. Damit erhält der Schabbat als “ein ewiges Zeichen”, wie wir im Text lesen eine zeitliche Dimension – der Schabbat ist ein Heiligtum in der Zeit mit dem Anspruch, einmal in der Woche “in diesem Palast” zu verweilen. Als Zeichen des Bundes zwischen GOTT und dem Volk Jisrael wird hier der Schabbat bezeichnet.
Unter den insgesamt 613 Geboten gibt es nur zwei Gebote, die ebenfalls das Wort “ot” (Zeichen) enthalten: die Beschneidung (Brit Mila) in 1. Mose 17, 11 und die “Zeichen am Arm” (Tefillim) 2. Mose 13,9.
Die Beschneidung ist das Bundeszeichen für den jüdischen Mann und entspricht der geistigen Dimension. Sie ist nicht nur der Eingriff am Körper des männlichen Neugeborenen sondern auch der Auftrag an den Heranwachsenden, sich geistig zu vervollkommnen. So wie der physische Organismus des Juden erst durch die Beschneidung vollkommen wird, so muss er sein Leben lang bemüht sein, seine geistige Dimension fortzuentwickeln. Im Namen seine Lehrers, des Kozker Rebben, überlieferte Rabbi Leibele Eiger folgenden Spruch:
“Ein Mensch ist ein Mensch, und ein Engel ist ein Engel. Doch wenn der Mensch will, kann er mehr als ein Engel werden. Den Anfnag (“Reschit”) erschuf GOTT, den Rest überließ Er den Menschen.” Dazu eine Anmerkung von AhuvaIsrael am Schluß des Berichtes *)
Die Teffilim (das Zeichen am Arm) 2. Mose 13, 16, werden der räumlichen Dimension zugeordnet, da das Zeichen der Tefillim laut Raschi an den Asuzug aus Ägypten erinnern soll – das Verlassen Ägyptens (Galut – Exil) und den Weg in die Heimat, nach Eretz Jisrael. (….) Die drei Zeichen begleiten den jüdischen Mann durch sein Leben. (…) Solange das jüdischene Volk auf seine “Zeichen” achtet und sie bewhrt, kann Israel nielmal unter den Völkern verloren gehen. GOTT wird sein Volk an dessen Zeichen erkennen und sich zur endgültigen Erlösung zurückholen (Rabbi Schmuel Bornstein, der “Schem Mischmuel”).
Zu Beginn dieser Wochenlesung lesen von der Erhebung einer Opfergabe für das Heiligtum – das erinnert mich an meinen vorletzten Eintrag unter dieser Kategorie (Heilige Schrift). Hier wird in 2. Mose 30 17,21 über das “kupferne Becken” gesprochen, welches ich an dieser Stelle – gemeinsam mit dem “Räucheraltar”, 2. Mose 30, 11-10 - im Zusammenhang mit den Spenden für die heiligen Geräte im Biblischen Garten von Ariel vorstellen möchte:
*Eine persönliche Erfahrung von AhuvaIsrael: seit ich im Oktober 1998 mein Leben und Herz an Jeschua/Jesus Christus übergeben habe, habe ich in der Tat nur Segen für mein Leben gefunden. Durch Ihn fand ich zu den Wurzeln meines Glaubens, die mich unauflösbar mit dem Bundesvolk des Ewigen und mit Seinem Wort tief hinein in die Heilige Schrift und die Geschichte der Israeliten verbinden – Toda LaEl – Dank dem Ewigen. Da im jüdischen Leben am “mozze Schabbat” (Schabbat-Ausgang) – also am Abend die neue Woche beginnt ( dazu: 1. Mose 1 mehrmals lesen wir: “da ward aus Abend und Morgen der 1./2./3,/4,/5,/6. Tag”) wünsche ich auf diesem Weg allen Lesern und Israel “Shawua tow” – eine gute Woche
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