28. April 2011 – Besuch in Hebron, der “urjüdischen” Stadt die nicht jüdisch sein darf ?

Ein Freund eines Internet-Portals hat mich nach Hebron eingeladen – und einer solch besonderen Einladung konnte ich natürlich nicht widerstehen!!! So ging es Donnerstag, 28. April mit einem gepanzerten Egged-Bus von Jerusalem nach Süden ins 32 km, in den judäischen Bergen (zwischen 870 und 1020m ü.M.) liegende Kiryat Arba. Das Wetter war regnerisch und kühl, die herrliche Landschaft Judäas aus dem fahrenden Bus heraus nur bedingt fotografierbar. In Kiryat Arba stieg nach meinem Anruf bei ihm mein “persönlicher Guide” :-) hinzu. Nach wenigen Stationen waren wir am Ziel angelangt und zu Fuß ging es zunächst zur berühmten “Machpela” – der Begräbnisstätte, die Avraham von dem Hetiter Efron (1. Mose 23) kaufte und in der die Erzväter Avraham, Yitzhak und Ja’acov sowie ihrer Frauen, Sarah, Rebecca und Lea begraben sind.

An der Machpela angekommen begrüßte uns sehr lautstark der Ruf des Muhezins während ich einen kurzen “Rundblick” filmte. Wenige Leutchen waren unterwegs und während unseres etwa 2 1/2 Stunden dauernden Rundgangs durch Hebron erhielt ich viel Information von Yoseph – habe allerdings nicht sehr viel davon bewahren können. So habe ich aus dem Internet einige Passagen aus dem Englischen übersetzt – hier am Ende der Bilderreihe nachzulesen. Es war nach 2001 und 2003 mein dritter Besuch in Hebron – allerdings macht es doch einen großen Unterschied ob die Führung mit einer Gruppe ist oder allein mit einem persönlichen Begleiter. Und so danke ich an dieser Stelle meinem Gastgeber aus Kiryat Arba, Yoseph sehr herzlich dafür, dass er mir so viel Zeit geschenkt hat, die jüdische Seite Hebrons besser kennen zulernen, dessen Geschichte ohne Zweifel eine “urjüdische” ist!!!

Nun möchte ich  Bilder sprechen lassen und beginne den Rundgang mit Einblicken in die jüdischen Gebetsbereiche innerhalb der Machpela. Der große “Aron ha Kodesh” (Toraschrein) wurde vor drei oder vier Jahren aufgestellt und wiegt  “nur” 4 Tonnen.

Eine besondere Geschichte erzählte mir Yoseph über die “grüne” Tür in der Mitte des Fotos. Der Gang hinter dieser Tür führt zum Grab von Avner (Bruderkrieg zwischen Israel und Juda 2. Sam. 2). Die Geschichte über die Freundschaft zwischen König David und Avner ist nachzulesen in 2. Samuel 3, (22-39) Nur an wenigen Tagen  im Jahr ist es den jüdischen Männern erlaubt das Grab Avners zu besuchen.

Die wunderschöne kleine “Avraham Avinu” Synagoge mit ihrem unscheinbaren Eingang wurde im Jahr 1540 erbaut. 1929 wurde sie während des Pogroms gegen die Juden in Hebron niedergebrannt. Während der jordanischen Besetzung nach dem Unabhängigkeitskrieg wurde das jüdische Hevron zerstört – die Ruine der Synagoge wurde eingezäunt und ein Viehgehege! Dieser Zustand bestand bis zur Beendigung des 6-Tage-Krieges 1967. Der Physiker, Prof. Benzion Tavger, aus der Sowjet Union nach Israel emigriert widmete sich ab 1975 der Aufgabe das jüdische Hevron wieder erstehen zu lassen – er begann den Ort der Synagoge aus zu graben. 1976 wurde die Ausgrabung legitimiert und endlich 1981 war die Rekonstruktion der Synagoge an Hand von Fotografien der alten Synagoge fertiggestellt.

Ein Besuch der Gedenkstätte für die kleine Shalhevet Tehiya Pass durfte nicht ausbleiben. Schon im Juli 2001 war  an diesem Ort unsere Gruppe, die in Ariel zu einem Seminar zusammen gekommen war, sehr stark berührt. Shalhevet, 10 Monate alt, war in ihrem Kinderwagen am 26. März 2001 von einem palästinensischen Heckenschützen aus dem gegenüber liegenden “Abu Sneneh” durch einen Kopfschuss ermordet worden. Der Vater erlitt Verletzungen in beiden Beinen.

Das Beit Hadassah hat seine Ursprünge in der Osmanischen Periode.  1893 wurde das Erdgeschoss gebaut, die weiteren wurden 1909 hinzu gefügt. Das Gebäude diente als medizinischen Zentrum und wurde die erste “Hadassah”-Klinik in Israel, in welche Juden und Araber ohne Bezahlung medizinisch behandelt wurden. Zum Beit Beth Hadassah habe ich hier zwei interessante Internetadressen eingebracht. Auf der ersten gibt es Infos über das Haus selbst

http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/History/beit_hadassah.html

und auf der zweiten viele Bilder

http://www.hebron.com/english/article.php?id=274

Es gibt dort ein kleines Museum zur Geschichte Hebrons und dem Pogrom von 1929 – hier einige Bildern zum Geschehen von 1929

Es gibt Legenden über die ersten jüdischen Opfer in der Zeit von 1980-1983 und drei wunderschöne Hauswand-Malereien, die die Geschichte Hebrons (natürlich von recht nach links im Original!) sehr eindruckvoll darstellen.

Es war ein wirklich ganz besonderer Tag, hier vor Ort die biblischen Geschichten zu reflektieren und die traurigen älteren, jüngeren und jüngsten Geschehnisse um das “urjüdische” Hevron zu sehen und zu hören. Wer kann die Frage: “warum darf Hebron nicht jüdisch sein”? beantworten? Hebron gehört zur Geschichte des jüdischen Volkes – und das jüdische Volk ist gerade in unserer Zeit der Beweis, dass es den GOTT der Bibel gibt. Da die Welt sich jedoch vom GOTT der Bibel abgewandt hat – darf es auch keine Juden in Hebron geben!

34 ER fährt einher durch die Himmel, die von Anbeginn sind. Siehe ER lässt Seine Stimme erschallen, eine gewaltige Stimme. 35 Gebt GOTT die Macht! SEINE Herrlichkeit ist über Israel und SEINE Macht in den Wolken. 36 Wundersam ist GOTT in SEINEM Heiligtum; ER ist Israels GOTT. ER wird dem Volke Macht und Kraft geben. Gelobt sei GOTT!” Psalm 68, 34-36

Geschichte Hebrons-Teil 1

Teil 2 folgt in Kürze

“Hebron: Rebirth from Ruins” by Dr. Michal Rachel Suissa erschien 2009 zur 80. Wiederkehr des ‘Hebron Massakers’ am 08. August 1929. – es war ein Schabbat!!!

ISBN: 978-82-303-1359-6

2 Antworten

  1. Sehr schoen Uta. Einer der Fuehrer, die wir hatten, ist 21-22 Jahre alt. Die ganze Zeit hat er heisses Eisen getragen. Als ich ihn danach fragte, sagte er mir dass man in Israel einen Grund haben muss um Waffen tragen zu koennen. Die gehoeren alle der Polizei und man mietet sie sozusagen. In seinem Fall ist dass die meisten Nachbarn wo er lebt, suedlich von Hebron, arabisch sind. Es ist eine Schande und nicht nur was die Welt angeht, da hatte Bibi einen unheimlichen Fehler gemacht. Hoffentlich ist seind juengste Anrede des amerikanischen Kongresses und der Dialog mit Obama Zeichen dafuer dass er daraus gelernt hat und Staerke zeigt. Ich hoffe es sehr. Wir brauchen Mashiah bald. Je frueher desto besser.

  2. Dein Wort in GOTTES Ohr, lieber Andy – MARANATHA!!! Schalom AhuvaIsrael

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