Zur Wochenlesung „NOACH“ 1. Mose 6, 9-11,32 / ein wunderschönes Detail

Mein Schabbat Shalom-Bild für meine Freunde deutet ja bereits an, worum es sich bei dem “wunderschönen Detail”, wie es in der Überschrift heißt, handelt.

Schon im vergangenen Jahr hatte ich vor das Detail über den Regenbogen in der Wochenlesung „Noach“  meinem Regenbogen II – blog hinzuzufügen. Heute nun möchte ich es nicht wieder versäumen – und kann sogar mit einigen Bildern dienen, die ich gestern gesammelt habe. Mein „Schatzkästlein“: Drei Minuten Ewigkeit von Zwi Braun ist eine wunderbare Quelle, jüdische Weisheiten kennen zulernen und und auch davon zu profitieren.

So lade ich herzlich gerne dazu ein, den kleinen Beitrag von Zwi Braun zum Thema „Regenbogen“ mit mir zu teilen. Dieser Abschnitt ist ein Teil von insgesamt  sieben Auslegungen zur Parschat Noach – drei finden wir in „3 Minuten Ewigkeit“ und vier in „Zeitlos aktuell“ – ebenfalls von Zwi Braun. Freuen wir uns nun, was Zwi Braun uns über den “Regenbogen” zu erzählen weiß:

Der Regenbogen

Die Sintflut ist vorbei und Gott beschließt, mit Noach und seinen Nachkommen einen Bund einzugehen. Er verspricht ihm, dass sich eine derartige Naturkatastrophe nicht wiederholen wird:

  • “Meinen Bogen habe Ich in den Wolken angebracht, und so wird er zum Zeichen des Bundes, zwischen Mir und der Erde sein … Und Ich werde Meines Bundes gedenken, der zwischen Mir und allen lebenden Wesen in allem Fleisch ist, und nicht ferner wird das Wasser zum Mabul werden, alles Fleisch zu vernichten” (Ber. 9, 13 u. 15).

Nicht dass der Mensch nun besser als vor der Sintflut wäre, der Wochenabschnitt endet mit dem Turmbau zu Bawel, mit dem Übermut des Menschen, der dank seiner technischen Errungenschaften glaubt, alles zu vermögen. Doch Gott resigniert quasi vor dem potentiell Schlechten im Menschen, das bestenfalls gezügelt und unterdrückt werden kann, aber nie völlig verschwinden wird (Ber. 8, 21).

Worin besteht die Botschaft des Regenbogens, der eine längst bekannte Himmelserscheinung ist und jetzt von Gott zum Zeichen Seines Bündnisses mit der Menschheit bestimmt wird? Aus der Perspektive Gottes ist es ein umgekehrter Bogen, von dem keine Pfeile mehr abgeschossen werden können und der den Frieden ansagt (Ramban).

Benno Jacob sieht im Regenbogen ausschließlich ein Zeichen der Liebe und Treue Gottes gegen Seine Schöpfung, das Ihn erinnert.

  • “Als Wiederschein der Sonne in den Regenwolken spiegelt der Regenbogen die Gnade nach dem Gericht, er ist der durch Wolken und Himmelstränen hindurch schimmernde farbige Abglanz aus dem Hintergrund des göttlichen Wesens, das im letzten Grunde Liebe und Gnade ist, unter dunkeln Brauen sein Gnadenblick. Es hat aufgehört zu regnen, es hat zum Segen geregnet. Nach der Sintflut ist der Regenbogen eingesetzt worden, damit die Menschen von der Macht der Elemente die verderbliche Seite fürchten gelernt haben, bevor sie die wohltätige erfahren. Der Regenbogen ist die Vollendung der Schöpfung und ihr abschließendes Siegel, der letzte zarte farbige Pinselstrich.”

Die Halbkreisform des Regenbogens ist wie eine schützende Kuppel, die sich über die Erde wölbt und sie vor zerstörerischen Einflüssen bewahrt. Man kann sie auch als eine Art Henkel auffassen, an dem Gott die Erde hält und sie vor dem Fall in das Nichts bewahrt.

Der Halbkreis symbolisiert die eine Hälfte des Bundes, den Gott mit der Menschheit eingegangen ist. An uns liegt es, unsere Verpflichtungen gegenüber Gott wahrzunehmen. Auf dem Umfang eines Kreises gibt es keinen Anfang und kein Ende. Vor der Sintflut war der Mensch in seinem Aktionsradius unbeschränkt. Nun bedeutet Gott den Menschen durch den Halbkreis, dass ihrem Wirkungsbereich Grenzen gesetzt sind, an die sie sich halten müssen (Rabbi lsrael Joschua Trunk von Kutno).

S.R. Hirsch geht auf das Farbspektrum des Regenbogens ein:

  • “Ist nun nicht der Regenbogen nichts, als der eine, reine, volle Lichtstrahl, siebenfarbig und siebenstufig gebrochen, von dem, dem Licht nächsten roten Strahl, bis zu dem Licht fernsten, sich in Dunkel verlierenden violetten … und bilden sie nicht alle zusammen den einen, vollen, reinen, weißen Strahl? Die ganze Mannigfaltigkeit aller lebendigen Wesen, von dem Lebendigen im Adam, dem Roten, bis zu dem dunkelsten, unscheinbarsten Leben im unscheinbarsten Wurm … Gott eint sie alle zusammen zu einem Friedensbund, alle Bruchstücke eines Lebens, alle: Strahlenbrechung eines göttlichen Geistes

Der Regenbogen Ist auch Symbol für die gottgewollte Harmonie zwischen Mensch und Tier, Mensch und Umwelt, Mensch und Gott.

Anmerkung AhuvaIsrael: Nun hoffe ich sehr, dass wir alle doch beim Anblick eines Regenbogens an diesen herrlichen Schöpfungsakt des Ewigen als Zeichen Seines Bundes mit der Erde und allem was darinnen “lebt und webt” zu einem großen Dank und Lobpreis zur Ehre unseres Vaters, zu dem auch wir aus den Nationen wir Dank unseres Herrn Jeshua/Jesus “Abba, lieber Vater” sagen  dürfen, anstimmen!                                                             Mit einem herzlichen Shalom – AhuvaIsrael

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