Es ist die letzte Wochenlesung zum 1. Mose/Genesis (hebräisch: ‚Berischit’ – im Anfang). Der Inhalt ist im Jüdischen Kalender von Yehonatan Kircher in zunächst wenigen Worten zusammengefasst:
- Israels Vision für seine 12 Stämme
- Begräbnis in der Höhle Machpela/Hebron
- Schwur für Josephs Gebeine
Lese ich in meinem „Schatzkästlein“ von Zwi Braun „3 Minuten Ewigkeit“ so erhalten wir einen eindrucksvollen Überblick über die Schöpfungsgeschichte GOTTES – ER sprach und es ward!!! – über das Verhalten der Menschen und die Folgen und über den Beginn der Geschichte Israels.
- Beginn: die Geschichte der Menschheit beginnt mit der tödlichen Auseinandersetzung zwischen Kain und Abel (Kap 4,8). Tatmotiv? – Neid, Eifersucht, Begierde und streben nach Ehre. Mit der Sintflut finden Kain und seine Nachkommen ihr Ende.
- Noach und seine Söhne: GOTT macht einen neuen Versuch. Der Turmbau zu Babel beendet die Einheit der neuen Menschen (Kap 11,8)
- Abraham: was für die gesamte Menschheit nicht geglückt ist, soll im kleinen Rahmen – Abraham und seine Nachkommen – verwirklicht werden. GOTTES Gedanken um Einheit, Brüderlichkeit und Verbundenheit mit dem Menschengeschlecht soll sich hier bewähren – im jüdischen Volk
- Kein sofortiger Erfolg: zwischen Jizchak und Jishmael ist ein friedliche Zusammenleben nicht möglich (Kap 21,14). Jakow und Esaw: wiederum verunmöglicht ein Streit das Zusammenleben von Brüdern (Kap 36,6).
- Neue Hoffnung ist den 12 Stämmen Jakows: Die Tragödie des Bruderzwist’s wiederholt sich mit fast tödlichem Ausgang. Von Kain und Abel bis Josef und seinen Brüdern kein Fortschritt, keine Besserung, keine Hoffnung.
- Bewährung durch die „Invention“ GOTTES: Versöhnung der Söhne Jakows. Josef nimmt die Möglichkeit der Rache – nach Jakows Tod – nicht wahr (Kap 50, 19.20). Die vom Vater Jakow vor seinem Tod beschworene Einheit der Brüder, sie hat Bestand.

Dazu Benno Jakob: “Mit ihr (Anmerkung AhuvaIsrael: die Einheit der Brüder) ist der Zweck nicht nur der Josefserzählung, sondern der ganzen Patriarchengeschichte erfüllt: die ideale Einheit der Bne Jisrael ist hergestellt. Mit dem ersten Buch wollte die Tora dem Volk Jisrael erzählen, woher es stamme, welches seine Väter seien. Aber die ‚Toldot’ (Anmerkung AhuvaIsrael: Nachkommen) sind nur erst der Körper für den Geist, der das wahre Israel beseelen soll. Es gibt Toldot Jakows, aber nicht Toldot Jisraels. Denn der Geist wird nicht mitgezeugt, sondern erkämpft. Diejenigen sind die Bne Jisrael, die gleich dem Erzvater diesen Kampf zwischen Menschlichem und Göttlichem gekämpft und darin obsiegt haben. – Wahrlich, kein Volk der Erde besitzt ein solches Familienbuch!”
Zwi Braun abschließend: Auftrag und Verpflichtung auch für uns heute.
Foto: Jakobsleiter im Biblischen Garten des Hotel “Eschel Haschomron” in Ariel.
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